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Govrin, Jule: Begehrenswert

Begehren und Wert erscheinen auf den ersten Blick als Gegensätze. Während Ersteres auf das Persönliche und Intime abzielt, beschreibt Letzteres die abstrakte Beurteilung. Doch der Gegensatz wird brüchig, sobald wir im Begehren das beständige Auf- und Abwerten anderer entdecken, und im Wert das unablässige, affektgeladene Spiel der Bewertungen. Jule Govrins fulminanter Essay Begehrenswert fragt danach, wie Begehren die wirtschaftlichen Wertordnungen durchdringt und sich ökonomische Bewertungsmuster feinstofflich in soziale Beziehungen und Selbstwahrnehmungen einschreiben - in Semantiken des Selbstwerts, auf der Suche nach Alleinstellungsmerkmalen und unique selling points, um sich von anderen abzuheben. Der Streifzug durch die Gegenwart geht mit Abstechern in die Kapitalismus- und Sexualitätsgeschichte einher, um aufzuzeigen, wie sich Begehren an Waren, Menschen und Werte bindet. Im Dreieck von Wert, Begehren und Authentizität ergründet Begehrenswert die Matrix unserer Gegenwart - und weist zugleich im alle verbindenden Begehren nach anders gelagerten, solidarischen Beziehungsweisen den Fluchtpunkt einer emanzipatorischen Perspektive auf.

Référence: 9783751805346
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CHF 21.50
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Details

Verlag Matthes + Seitz
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2023
Seitenangabe 191 S.
Meldetext Lieferbar in 24 Stunden
Untertitel Erotisches Kapital und Authentizität als Ware
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H18.0 cm x B9.5 cm x D1.3 cm 186 g
Auflage 1. Auflage
Reihe Fröhliche Wissenschaft
Autor*in Govrin, Jule
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