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Chahrour, Mohammed Ali (Hrsg.): Generalverdacht

Die Debatte um die sogenannte Clankriminalität hat seit Jahren Konjunktur. Ein immer weiter wachsendes Gefu?ge aus polizeilichen Maßnahmenkatalogen, Medienberichten, Entertainmentformaten und (pseudo-)wissenschaftlichen Beiträgen fantasiert eine Bedrohung herbei, gegen die hart durchgegriffen werden soll. Die Konsequenz sind Razzien, rassistische Kontrollen und Kriminalisierung in migrantischen Stadtteilen, die als Problembezirke gebrandmarkt werden; der falsche Familienname genügt, um auf polizeilichen Verdachtslisten zu landen. Politiker*innen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und anderswo profilieren sich mit Null-Toleranz-Strategien gegen »kriminelle arabische Großfamilien« - und tragen damit eine Mitverantwortung für rassistische Morde wie in Hanau.

Während »Clankriminellen« vorgeworfen wird, keinen Respekt vor dem Rechtsstaat zu haben, werden im Zuge ihrer Bekämpfung gleich mehrere Grundprinzipien von Rechtsstaatlichkeit über Bord geworfen. Dieses Buch unternimmt erstmals eine kritische Bestandsaufnahme der Clan-Debatte aus kriminologischen, rechtswissenschaftlichen, soziologischen und feministischen Perspektiven: Wer ist gemeint, wenn von Clans gesprochen wird? In welcher Tradition stehen Kriminalisierungsstrategien im Umgang mit Migration in Deutschland? Welche orientalistischen Stereotype sind in der Clan-Debatte am Werk, und welche Folgen hat die Stigmatisierung für die betroffenen Menschen?

Référence: 9783960543282
Libri-Titel folgt in ca. 2 Arbeitstagen
CHF 29.50
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Details

Verlag Edition Nautilus
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2023
Seitenangabe 320 S.
Meldetext Libri-Titel folgt in ca. 2 Arbeitstagen
Untertitel Wie mit dem Mythos Clankriminalität Politik gemacht wird
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H20.5 cm x B12.4 cm x D2.2 cm 348 g
Reihe Nautilus Flugschrift
Autor*in Chahrour, Mohammed Ali (Hrsg.)
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