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Herger, Lisbeth: moralisch defekt

Pauline Schwarz zwischen Psychiatrie und Gefängnis

Pauline Schwarz (1918-1982) wuchs in ärmlichen Verhältnissen in der Ostschweiz auf. Das Schicksal der Dienstmagd, die früh heiratete und mehrmals Mutter wurde, schien vorgezeichnet. Doch sie zeigte sich widerständig, lehnte sich gegen den Willen ihrer verschiedenen Ehemänner auf und versuchte sich mit kleinen Diebstählen und Betrügereien etwas Wohlstand zu erschleichen. Gefängnis und psychiatrische Untersuchungen waren die Folge, denn ihr Verhalten entsprach nicht dem Rollenbild jener Zeit. Im Gutachten der Zürcher Klinik Burg hölzli von 1942 wurde sie als «moralisch defekt» bezeichnet. Lisbeth Herger sichtete die ausgezeichnete Quellenlage in Form von psychiatrischen Gutachten, Gerichtsurteilen, Vormundschaftsakten und Scheidungspapieren. Packend schildert sie das Leben einer Frau aus der Unterschicht und legt den Finger auf die patriarchalen Vorurteile von Psychiatern und Richtern.

ISBN: 9783039194841
Noch nicht erschienen, Oktober 2020
Fr. 39.00
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Details

Verlag Hier & Jetzt
Einband Fester Einband
Erscheinungsjahr 2020
Seitenangabe 242 S.
Meldetext Noch nicht erschienen, Oktober 2020
Untertitel Pauline Schwarz zwischen Psychiatrie und Gefängnis
Ausgabekennzeichen Deutsch
Abbildungen 3 sw Abildungen
Masse H23.0 cm x B14.0 cm
Autor*in Herger, Lisbeth
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