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Missy Magazine - 05/20

 

Dossier: Oh Graus!

Gemütlich auf der Couch liegen und beim Horrorfilm gepflegt gruseln ist für viele eine gute Ablenkung vom Alltag. Doch was, wenn die Realität der eigentliche Schrecken oder man selbst das vermeintlich Monströse ist? Von Body Horror bis Zombieapokalypse: Zeit, der Angst ins Auge zu sehen in unserem Dossier über ein fürchterlich aktuelles Genre.

Realityschreck Die interessantesten Horrorfilme der letzten Jahre sprengten nicht nur die Grenzen des Genres, sondern reflektieren das reale Grauen einer rassistischen Gesellschaft. Von Arpana Aischa Berndt –S. 54

 Body Horror Sich im eigenen Körper nicht zuhause zu fühlen ist eine Urangst – und damit wie gemacht für ein Horror-Subgenre. Von Armeghan Taheri – S. 56

Untote leben länger Rape Culture, Sozialdarwinismus, kapitalistische Gier, Pandemien – Zombiefiktionen nehmen vieles vorweg und bergen dabei auch utopisches Potential. Von Eve Massacre – S. 58

Die Welt als Witz Clown sind gruselig. Aber wir leben in Zeiten, in denen der Clown auch zum Symbol von toxischer Männlichkeit und Rassist*innen geworden ist. Von Veronika Kracher – S. 60

Auf der Queermes Unsere Autorin ist Kirmes-Fan. Für Missy träumt sie von einer Queermes aus Vulven und Glitzerduschen, die mehr Freudentaumel als Geisterbahn ist. Von Merle Groneweg – S. 63

Titel: Candice Carty-Williams – Queen of Chick Lit!

Show, don’t tell Candice Carty-Williams arbeitet sich in ihrem Debütroman “Queenie” nicht schablonenartig an Diskursen um Race und Rassismus ab, sondern zeichnet feinsinnige Bilder Schwarzer Lebensrealität zu der auch Sex, Humor und Dating-Apps gehören. Von Dominique Haensell – S. 48

Aufschlag:

Banden Bilden Erste Reihe! Unsere Autor*innen hatten keine Lust mehr auf mackerigen Pogo und nahmen die Sache als Konzertveranstalter*innen selbst in die Hand. Von Arsch&Frida – S. 12

Lieblingsstreberin Schwester Lilith – S. 13

Konsumfail Die Eiswürfelmaschine – S. 13

Work Work Work Die Biologin – S. 14

Hä? Was heißt den Race? – S. 15

Kultur & Gesellschaft:

Ein neuer Kanon Als jüngste Intendantin Deutschlands übernimmt Julia Wisser das Schauspiel Dortmund. Lange hat sie versucht, sich Labels zu entziehen oder über sie hinwegzuschauen, inzwischen aber daraus eine Vision entwickelt – für sich und das Theater. Von Lara Sielmann – S. 17

Zukunft im Konjunktiv„Futur Drei“ malt eine Utopie inmitten der dystopischen Realität der Asylpolitik. Und ist nebenbei der postmigrantische Coming-of-Age-Film, auf den alle gewartet haben. Von Aida Baghernejad – S. 20
 
 

Brennt, brennt, immer weiter Gewalt ist fest verankert in Gesellschaften, die sie hervorbringen. Davon, wie staatliche Systeme brutaler Machtausübung funktionieren und wie sich darüber berichten lässt, handelt Cemile Sahins neuer Roman „Alle Hunde sterben“. Von Nelli Tügel – S. 22

 

Danke, Danke! Vorabdruck aus „Der Untergang des Abendkleides“ von Ella Carina Werner. – S. 24

Rolle VorwärtsL. V. Queerhoven. In der Konzertinstallatuin „The World To Come” interpretieren queere Künstler*innen wie Planningtorock Beethovens “Missa solemnis” neu. Interview: Nadine Schildhauer – S. 26 Aufführung: 08. Und 09. 10

Politik & Arbeit:

Real Talk Schwarze Körper, weißer Profit. Auch im Prono passiert Diskriminierung intersektional. In der US-amerikanischen Pronoindustrie werden nun antirassistische Stimmen immer lauter. Von Madita Oeming – S. 35

Den Sound aufräumen Gear Porn, Mansplaining und Besserwissertum – die von weißen cis Männern dominierte Masteringszene kann für queere Musiker*innen ein ungemütlicher Ort werden. Mit dem Studio Queer Ear Mastering wollen Tara Transitory und Nguyễn Baly einen „safer space“ für die eigene Community schaffen. Von Laura Aha – S. 38

Mode & Machen:

Powerpanzer Um kaum ein Kleidungsstück tobten so viele Emanzipationskämpfe wie um das Korsett. Jetzt ist es zurück, am Körper von selbstbewussten Feminist*innen. Was könnte das bedeuten? Von Sonja Eismann – S. 68

Styleneid: Erna Andersson – S. 67

Sex & Körper:

Komm schon? Zwischen Achselhöhlen und Kniekehlen: Sex ohne Orgasmus ist kein Fehler im System. Von Irmo Renard und Willem Nuhr – S. 73

„Nehmen Sie erst mal ab“ Im September ist „PCOS Awareness Month“. Das Polyzystische Ovarialsyndrom wurde 1935 erstmals beschrieben, doch bis heute fehlt es an Wissen. Von Bettina Enzenhofer – S. 74

Edutainment:

Musik: Warheit, kalt serviert Als Teil des One-Mother-Kollektivs ist Preach als feminist badass über Hamburg hinaus bekannt. Ihr Soloalbum „Likör“ feiert Selbstbestimmung und Mittelfinger gegen das Patriarchat. Von Aida Baghernejad  – S. 77

Musikrezensionen – S. 78

Now&Then Joy Denalane über Aretha Franklin – S. 81

Film: Der Spießroutenlauf Die Abtreibungsgeschichte, die in „Niemals Selten Manchmal Immer“ erzählt wird, könnte dramatisch und laut sein. Mutig entscheidet Regisseurin Eliza Hittman sich für das genaue Gegenteil. Von Sophie Charlotte Rieger – S. 83

Filmrezensionen – S. 84

Serien: Weltuntergang in Endlosschleife In „The Umbrella Academy“ adoptiert ein Milliardär sieben Kinder mit übernatürlichen Kräften, um die Apokalypse zu verhindern. Das kann nur (immer wieder) schiefgehen. Von Sarah Kailuweit – S. 84

Literatur: Jenseits der Opferkonkurrenz Der Sammelband „Erinnern stören“ fragt nach, wer im nationalen Taumel rund um den deutschen Mauerfall explizit von der Feier ausgeladen wurde. Von Julia Wasenmüller – S. 89

Literatur-, Comic- und Zinerezensionen – S. 90

Typenparade: Der richtige Name In seinem Memoir berichtet der Aktivist Linus Giese von seinem Coming-Out, der Transition und davon, dass es nie zu spät dafür sein darf, den eigenen Körper „zu renovieren“. Von Isabelle Caldart – S. 93

Kunst: Hochkarätig gegenwärtig In „Die Sonne um Mitternacht schauen“ arbeiten Künstler*innen aus sechs Jahrzehnten an der Auflösung vermeintlicher Gegensätze von Mikro- und Makrokosmos, du und ich, Frau und Mann. Von Franziska Kreuzpaintner – S. 95

Veranstaltungen – S. 96

Kolumne: Alman von Welt Almans, die sich auf Reisen wie Ehrenbürger:innen aufspielen, versauen unserer Kolumnistin die Urlaubslaune. Von Nadia Shehadeh – S. 98

ISBN: 9910000181047
Fr. 10.30
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