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Missy Magazine - 02/20

Liebe*r Leser*in!

Immer was los im Missyverse! Heisst: Wir sind schon wieder umgezogen (einmal über den Hof – Grüße an die Post, jetzt bleiben wir wirklich!) und begrüßen unsere neue Praktikantin Sarah, die in dieser Ausgabe schon als Edutainment-Autorin losgelegt hat. Heißt aber leider auch: keine Missy ohne Abschiede. Gute Nachricht: Ein Missy-Baby ist auf dem Weg. Schlechte Nachricht: Die vorliegende Ausgabe ist die vorerst letzte von und mit unserer Chefredakteurin Anna Mayrhauser. Anna, wir lassen dich schweren Herzens gehen, dein Kaktus bleibt aber hier, damit du auf jeden Fall wiederkommst. Wir halten dir den Stuhl im neuen Büro warm und ver- suchen, uns an den Farbcode im Themenplan zu halten – versprochen! Alles Liebe für dich und euch!

Sachen, von denen wir uns herzlich gern verabschieden: Scham (13 Seiten Dossier gegen das Rotwerden, ab S. 50), sexualisierte Gewalt (ja, auch
in der linken Szene, S. 40), Ostklischees (die große Chemnitz-Reportage mit Coverstar Paula Irmschler, S. 44), Geschlechterstereotype („progressive“ Heteropaare, lol, S. 26) und um es ganz deutlich zu sagen: Rassismus in allen Facetten. Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind bei den Opfern, Hinterbliebenen und Überlebenden des rechtsextremen Attentats von Hanau (Spendenaufruf auf S. 8).

Bildet Banden!
Deine Missys

 

Dossier: Voll peinlich

 

Du bist zu viel, du bist zu wenig, zu laut, zu leise, zu lustvoll, zu frigide. Der Kampf gegen die Scham begleitet Feminist*innen schon immer. Wann schämen wir uns und warum? Wofür schämen wir uns immer noch, trotz allem Empowerment der letzten Jahre? Was hat das alles mit Klasse und sozialer Herkunft zu tun? Und kann Scham eigentlich auch ein produktives Gefühl sein? – 50

 

Titel:

 

Der Anti-Rant
Von Jennifer Beck 
Paula Irmschler hat ein Buch über den Osten geschrieben, in dem es um Köln geht, und das ist Grund genug, um mit ihr nach Chemnitz zu fahren. Kurz: „Superbusen“ ist ein Roman übers Warten und Flüchten. Und wo kommt beides spürbarer zusammen als in der Stadt mit der zweitmiesesten Bahnanbindung Deutschlands. Eine Rückreise. – 44 

 

Aufschlag

 

Radar – 8

In die Provinz hineinkriechen 
Von Paula Perschke
Ein Lieblingsplatz unserer Autorin ist das queerfeministische Hausprojekt Die Quecke in Brandenburg. Sie findet: Auf dem Land sollte es mehr Orte wie diesen geben. – 12

 

Lieblingsstreberin: Sarah Ziegler – 13
Konsum Fail: Urban Sports Club – 13
Work Work Work: Die Gesundheit- und Krankenpflegerin  – 14
Hä? Unser Glossar gegen die Panik vor Wörtern. Diesmal: – Phobie – 15 

 

Kultur & Gesellschaft

 

Das Kind im Kochtopf
Interview: Lara Sielmann
Für die Schriftstellerin und Theatermacherin Olivia Wenzel ist ihre Geburtsstadt Weimar Inbegriff von Leitkultur und Albtraum. Ihr Debüt „1000 Serpentinen Angst“ erzählt vom Aufwachsen einer jungen Schwarzen Frau in Ostdeutschland. – 17

In sich hineinwachsen
Von Gabriela Kielhorn
Der Linzer Rapper Mavi Phoenix hat den Provinzblues hinter sich gelassen. Sein Debütalbum „Boys Toys“ ist eine Ode ans Dasein als selbst proklamierter Freak. – 20

 

Zwischen-Welten
Von Sandra Hilpold 
Die in Tel Aviv lebende Musikerin und Schauspielerin Avigayil Koevary bewegt sich im Spannungsfeld zwischen feministischen Lebensentwürfen und jüdisch-orthodoxen Werten. – 22 

„Wir können die Zeit einfrieren“
Interview: Nadine Schildhauer
Die US-Amerikanerin Lyra Pramuk begreift elektronische Musik auf ihrem Debütalbum „Fountain“ als genauso fluid wie Geschlecht. Ein Interview über grenzenloses Potenzial. – 24

 

„Coole, lockere Sache“ 
Von Ann-Madeleine Tietge

Sie verdient das Geld, er kümmert sich um die Kinder = progressives Paar?
Die Forscherin Ann-Madeleine Tietge findet auch in vermeintlich emanzipierten Heterobeziehungen problematische Geschlechtervorstellungen. – 26

Jagd nach unheimlichen Idealen
Interview: Annette Walter
Die Choreografin und Künstlerin Alexandra Bachzetsis spielt in ihrer Performance „Chasing A Ghost“ mit binären Körperbildern, Macht und Entfremdung. – 28

 

Tala Madani: Shit Moms
Tala Madanis Bilder zeigen Mamas aus Scheiße und stellen Fragen nach Selbst- und Fremdzuschreibungen in Bezug auf Mutterschaft. – 30 

 

Politik

 

Die Grenze
Von Kirsten Achtelik
Wenn es um Abtreibung geht, wollen alle Feminist*innen das Gleiche? Ein Urteil gegen zwei Frauenärzt*innen zeigt, dass manche Eingriffe auch unter Feminist*innen umstritten sind. – 38

 

Männlich, links, übergriffig 
Von Eva Tepest
Auch die deutsche Linke steht vor der Herausforderung, angemessen mit sexualisierter Gewalt in den eigenen Reihen umzugehen. Mit den Vorfällen auf dem Festival Monis Rache hat der Konflikt eine neue Dimension erreicht. – 40 

 

Mode & Machen

 

Styleneid: Dalya Seleman liebt es abwechslungsreich und wünscht sich auch in der Mode mehr Inklusion. – 65 

 

Plastik in geil
Interview: Sonja Eismann
Wenn es um nachhaltige Mode geht, ist der Übeltäter schnell ausgemacht: Der böse Kunststoff in unserer Kleidung. Modedesignprofessorin Ellen Bendt erklärt, warum das Problem viel komplexer ist. – 66

 

In the Mood: Darkroom – 69 

 

Sex & Körper

 

Die Uhr, die tickt
Von Anna Mayrhauser
Kinderwunsch-Sex hat einen schlechten Ruf. Aber warum eigentlich? – 71

 

Gesundheit zum Selbermachen
Interview: Pia Masurczak
Die Künstlerinnen Julia Bonn und Inga Zimprich beschäftigen sich mit der vergessenen Gesundheitsbewegung der 1970er- und 1980er-Jahre in Westberlin. – 72

 

Edutainment

 

Musik – 75
Filme und Serien – 81
Literatur und Zines – 87 
Kunst – 95
Missy präsentiert – 96

Kolumne: Nadia Shehadeh über das Feminist Bore-out – 98 

ISBN: 9910000178771
Fr. 10.30
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