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glitter - #02 - Die Gala der Literaturzeitschriften

Die erste und einzige queere Literaturzeitschrift im deutschsprachigen Raum.

* 6 Kurzgeschichten * 1 Essay * 3 Prosa-Gedichte * 8 Mikrotexte  * Design by Huy Do


Gleich vorweg: Der Preis von Fr. 12.- ist inklusive Porto

Diversität bedeutet im Literarischen auch: die Uneinigkeit von Erzählungen. Mit der zweiten Ausgabe von Glitter soll erneut eine Plattform geschaffen werden, für, von und mit queeren Autor*innen und Texten von inhaltlich divergierenden und unterschiedlichen Lebensrealitäten. Ob ausgearbeitet oder ausgestellt, manipuliert oder abgetastet, klar positioniert oder poetisch bebildert, alles und mehr ist möglich, alles hat seinen Platz in einer radikalen Diversität, in queerer Literatur, in der Gala der Literaturzeitschriften – Glitter.

Glitter Vol. 2 präsentiert folgende Stimmen: 

Dragoslava Barzut beschreibt in einem Auszug aus ihrem serbischen Roman „Papirne disko kugle“ im stillen Staccato-Monolog eine Wohnung, eine Umgebung und ihre Geschichte, deren Akteure sowie das Verschwinden einer nahestehenden Person: Dolores. (Übersetzt von Ivona Brdjanovic)

Johannes von Dassel schreibt eines Erzählers Erinnerungen an die erste Liebe, die über Privilegien, Gruppenzugehörigkeiten, Markierung und Ängste hinaus zündet, aber an der Spitze einer Kette von Mutproben ins natürliche Unglück driftet.

Simon Froehlingrichtet in drei Miniaturen seinen Blick auf innere und äussere Realitäten und begegnet (queeren) Ambivalenzen mit präziser Sprache, radikaler Ehrlichkeit und Mut zur Verletzlichkeit.

Meloe Gennaibehandelt in einem Essay die Grenzen von Verständnis und Empathie, denen Queer People of Color in einer weißen, patriarchalen Gesellschaft in besonderem Maß ausgesetzt sind.

Patricia Hempel blickt in einer Kurzgeschichte in eine Kindheit und lässt eine Dreierbeziehung zwischen Spielkameradinnen aufleben, in der normative Familienkonzepte zu Rollen-Fetische werden und im Spiel und sinistren Spaß soziale Spaltungen ausgehandelt werden.

Zoltán Lesischlägt den Bogen zurück ins Deutschland der Dreißigerjahre und nähert sich in drei Langgedichten der_dem intersexuelle_n Hochspringer_in Dora_Heinrich Ratjen an.

Ronya Othmann beschreibt eine Reise zurück ins „Ockerland“, in eine Trümmerstadt, in eine Verwandtschaft, ihre Bräuche und in die Sehnsucht nach einer unaussprechlichen Liebe, die, wie alles an diesem Ort, existenziell bedroht zu sein scheint.

 

Mikrotexte sollen noch mehr Platz für großartige Stimmen auf kleinstem Raum bieten. Hier stellen Autor*innen Poeme, Anekdoten, Thesen und Fragmente auf, die den queeren Schreibraum erweitern. Mit pointierten Beiträgen von: Katja Brunner, Alexander Graeff, Tobias Herzberg, Anna Hetzer, Timo Koch, Sascha Rijkeboer, Marielle Schavan und Eva Seck.

 

Worte der Herausgeber*innen:

DONAT BLUM – Gibt es queere Literatur so selten, wie es scheint, oder fehlt es ihr nur an Sichtbarkeit? Was im Film mit dem Queer Cinema längst zu einer künstlerischen Selbstverständlichkeit geworden ist, wird in der Literatur noch immer in die Nische gedrängt. Mit der Gala der Literaturzeitschriften halten wir dagegen und rollen queerer Literatur den roten Teppich aus: Aus Neugierde, aus Lust am Diskurs über soziale Grenzen hinweg und aus Freude an einer vielfältig glitzernden Literatur.

IVONA BRDJANOVIC – Queere (und queer-feministische) Literatur weicht nicht nur von der Norm ab, sondern stellt sie infrage. Sie entblösst die Norm und sich selbst und das nicht nur freundlich. Queer-feministische Kunst sollte angriffslustig aber nicht zanksüchtig sein. Statt die Schotten dicht zu machen, sollte sie Schatten werfen. Aber vor allem sollte sie sich selbst ermächtigen, statt zahm gegen Suspensorien zu schiessen. 

In diesem Sinne ist Glitter ein Korrektiv in der Deutschsprachigen Literaturgrube, für die wir uns mehr Individualität, Widerspruch und Vielfalt wünschen.

JOHANNES VON DASSEL – Das, was „queer“, was Literatur kann, wird wohl stets das sein, was Einzelne daraus, aus sich und ihren Möglichkeiten machen. Glitter soll den teilnehmenden Erzählenden und Machenden ein Hallraum sein, Lesenden eine Hörprobe ihrer Stimmen. Charismatisch, kontrovers, kaleidoskopisch gebündelt, imperfekt glänzend in ihrer Inklusion, flimmernd exklusiv. Wo Wörter walten sind die Schwellen fließend, flüchtig, so auch die Kuration von Glitter; Fassung, Findung und Federlesen. Der Prozess geht weiter. Die Schreibenden schreiben fort.

Référence: 9772626422009
Fr. 12.00
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