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glitter - #01 - Die Gala der Literaturzeitschriften

Herausgeber*innen: Kunst + Politik, Donat Blum, Ivona Brdjanovic, Huy Do 


In der Schweiz fehlt es an queerer Literatur — sei es in langer oder kurzer Form. Dabei bietet gerade Literatur die Möglichkeit angemessen über LGBT-Themen zu reflektieren und queere Lebensweisen analytisch und emotional zu beleuchten. Die Intimität, die das Lesen mit sich bringt und die Nähe, die zu literarischen Figuren entsteht, sind ideale Voraussetzungen, um nicht nur die Community zu erreichen, sondern die lesbischschwuletrans* Welt auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

In der ersten Ausgabe von Glitter sind die beiden Berliner Autor*innen Antje Strubel und Lann Hornscheidt, sowie die Schweizer Nachwuchsautor*innen Ivona Brdjanovic und Donat Blum mit eigenen Texten vertreten. Ergänzt werden die Kurzgeschichten und das eine Essay von einer historischen Geschichte aus den 1930er-Jahren.

Strubel is eine der wenigen Autor*innen, die mit ihrem Schreiben ungeniert heteronormative Muster verlässt. Und ihr scheint mit Leichtigkeit zu gelingen, womit die meisen deutschsrachigen Autor*innen kämpfen: literarisch anspruchsvolle und vielschichtige Liebes- und Sexszenen zu schreiben.

Prof.ecs Hornscheidt ist der breiten Öffentlichkeit mit dem Vorschlag bekannt geworden, ausschliesslich männliche oder weibliche Pronomen sowie Endungen mit dem Buchsaben „x“ (bzw. mit der Silbe „ecs“) zu ersetzen. Für Glitter legt Hornscheidt mit einem Essay ein weiteres Sprachbild nach, das herkömmliche Denkmuser zu sprengen vermag: „Nahbeziehungen“.

Der Aktivist Tobias Urech schliesslich zieht den Bogen in die 1930-Jahre. Achtung Clickbait: Aus dieser Zeit hat er eine Zeitschrift und eine Kurzgeschichte ausgegraben, die mensch im damaligen Zürich kaum erwartet häte...

DONAT BLUM ¬ Dem deutschsrachigen Raum fehlt es weitgehend an queerer Literatur. Wo es sie gibt, ist sie kaum sichtbar. Dabei bieten doch gerade die Intimität des Lesens und die Nähe, die zu literarischen Figuren entsehen kann, die einzigartige Möglichkeit, sich in unbekannte Lebensweisen einzufühlen und Visionen ausserhalb traditioneller Rollenbilder zu entwickeln.

IVONA BRDJANOVIC ¬ Geschichten sollten sich wie ein Fluss mit unzähligen Zuläufen aus den Besonderheiten und Geschehnissen unseres Zeitalters lesen lassen und sie sollten die vielseitigen Merkmale unseres Zeitalters widersiegeln, egal ob diese uns nun euphorisieren, verblüffen oder bestürzen. Mit diesem Vorhaben namens GLITTER wollen wir polyfone Entdeckungen ermöglichen. Entdeckungen, die keinesfalls nur die Benachteiligungssrukturen aufzeigen, sondern unseren Leser*innen eine vielseitige Aussicht auf sprachliche, historische, wissenschaftliche und vor allem inhaltliche Anliegen bieten.

HUY DO ¬ 
 




 

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