Aufschlag
Erinnern an die Schwarze Elterngeneration. „Black Archive Germany“ will mit einem Community-basierten Fotobuch die Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in Deutschland abbilden.
Lieblingsstreberin: Cordelia Cupp. Cordelia Cupp (Uzo Aduba) aus der Murder-Mystery-Serie „The Residence“ auf Netflix beweist, dass ihr guter Ruf als Detektivin gerechtfertigt ist.
Work Work Work: Elektriker*innen. Kat und Lie sind Elektriker*innen beim FLINTA-Betrieb Elektrokat und Teil der Gemse, eines queerfeministischen Community-Orts in Kärnten. Was reizt sie an der Arbeit mit dem Strom?
Hä? Was heißt denn Femonationalismus? Unser Glossar gegen die Panik vor Wörtern. Diesmal: Femonationalismus.

Kultur & Gesellschaft
Queere Sims in Gefahr? Das Videospiel „Die Sims“ ist für viele Queers ein Raum, um Identität, Beziehungen und Lebensentwürfe auszuprobieren. Was passiert, wenn die virtuelle Utopie plötzlich Investoren aus Saudi-Arabien gehört, einem Regime, das Queerness kriminalisiert?
Warum kenne ich keine Täter? In „Schwesterherz“ muss sich die Protagonistin damit auseinandersetzen, dass ihr Bruder einer Vergewaltigung beschuldigt wird. Ein Gespräch mit Regisseurin Sarah Miro Fischer über ihren Debütfilm und das Aushalten widersprüchlicher Gefühle.
„Eine alternative Geschichte“. Małgorzata Mirga-Tas‘ Ausstellung ihrer Stoffbilder im Kunstmuseum Wolfsburg zeigt eine authentische Betrachtungsweise auf Romn*ja Held*innen.
Toxische Girlbands. Mit der queeren Sitcom „I Wanna Be A Gurrrlband“ am Theater Dortmund entschleiert Regisseurin Shari Asha Crosson toxischer Muster in queer-lesbischen Communitys.
All Eyes On: Flora Manon Lechner. Die Künstlerin kombiniert in ihren Lampendesigns feminine und maskuline Ästhetiken.

Politik & Protest
Zusammen dagegen. Warum feministisch streiken? Ein Gespräch über Care-Arbeit, Organisierung, Streikbewegungen und Arbeitskämpfe.
Erdoğans „Jahr der Familie“. Wie die Repression gegen Frauen und Queers in der Türkei ein neues Level erreicht. Der Protest gegen die türkische Regierung hält dagegen.
Gegen das Boomer-Patriarchat. In Nepal stürzte die Gen Z mit ihren Protesten die Regierung, auch in Madagaskar und andernorts begehrten 2025 junge Menschen auf. Was macht die Bewegung dieser Generation so kraftvoll?
Titelstory
„Ich werde für Frauen kämpfen, bis ich sterbe“. Model, Trash-TV-Star, Aktivistin: Seit ihrem Auftritt bei „Germany’s Next Topmodel“ 2008 ist Gina-Lisa Lohfink in erster Linie Projektionsfläche für klassistische und misogyne Fantasien. Aktuell engagiert sie sich für die feministische „Nur Ja heißt Ja“-Bewegung. Anja Rützel hat sie für Missy zuhause besucht.
Themenschwerpunkt: Asyl
Schon seit seiner Entstehung war das Asylrecht umkämpft, jetzt wird es gänzlich ausgehöhlt, in Deutschland und in der EU. Die Solidarität mit Geflüchteten scheint geschwunden. Doch während Politiker*innen ihnen Recht, Würde, Eigentum, Zukunft und Leben nehmen, kämpfen Aktivist*innen weiter für ihren Schutz und die Wiederbelebung der Menschlichkeit.
Kampf ums Recht. Das Recht auf Asyl ist inzwischen fast abgeschafft. Die Geschichte der deutschen Migrationspolitik belegt dennoch die Kraft antirassistischer Kämpfe.
Gemeinsam Schutz bieten. Initiativen von Aktivist*innen, Ehrenamtlichen und Betroffenen übernehmen oft die Arbeit, die Behörden verweigern: in Lagern, bei Asylverfahren, auf dem Mittelmeer. Missy stellt sechs Grassroots-Initiativen vor.
Offline bis zur Abschiebung. Durch das Rückführungsverbesserungsgesetz 2024 können Handys und Laptops von Ausreisepflichtigen bis zu ihrer Abschiebung in Verwahrung genommen werden. Deutschlands Migrationspolitik setzt immer stärker auf Kontrolle, Überwachung und Abschreckung.
Solidarität in Zeiten der Abschottung. Migration und Hilfe für Neuankömmlinge sind der Menschheitsgeschichte inhärent. Manuela Bojadžijevs Essay ist die Erweiterung ihrer Laudatio für den Menschenrechtspreis von Pro Asyl und behandelt Szenarien die man Abschottungsfantasien entgegensetzen kann.

Sex, Körper & Style
Schwule Dark-Romance. Cis Männern in einem Hörbuch beim Sex zuzuhören, kann witzig und heilend sein – kinky Erotica als cute Date-Idee?
Schwanger im Leistungssport. Was passiert, wenn Athlet*innen schwanger werden? Müssen sie sich zwischen dem Profisein und Mutterschaft entscheiden? Über den Status quo und was sich ändern muss.
Styleneid: fleur. Für den*die Musiker*in darf Mode ruhig ins „Hässliche“ kippen. Dey mixt Punk und Grunge – und dekonstruiert dabei gerne Gendernormen.
Verschwörungsmode. Erika Kirk eignet sich mit ihrer christlich-fundamentalistischen Mode-Marke Proclaim365 Codes von politischen Bewegungen an, die sie als Ultrarechte bekämpft.

Edutainment
Songs, die von Community erzählen. Beverly Glenn-Copeland (81) ist trans Aktivist, Sänger und Komponist. Mit „Laughter In Summer“ erscheint sein sechstes Album, co-produziert mit seiner Ehefrau Elizabeth Glenn-Copeland.
Musiktipps 01/26. Neue Musik für das Missyverse.
Machen Frauen die härteren Filme? Der Dokumentarfilm „No Mercy“ von Isa Willinger untersucht, was weibliches Filmemachen ausmacht und lässt dafür Regisseurinnen zu Wort kommen, die unterschiedliche Ansätze vertreten.
Ballroom in Berlin. Zum ersten Mal findet mit der ZDF-Serie „House of Bellevue“, geschrieben von Kai S. Pieck, die Ballroom-Szene im deutschen Fernsehen statt.
Filmtipps 01/26. Die aktuellen Kinostarts von Missy rezensiert.
Abtreibungen vollständig legalisieren. Warum Schwangerschaftsabbrüche legalisiert werden müssen, erläutert die Gynäkologin Alicia Baier in ihrem ersten Sachbuch „Das Patriarchat im Uterus. Ein Plädoyer für körperliche Selbstbestimmung“.
Literaturtipps 01/26. Unsere aktuellen Leseempfehlungen.
Comictipps 01/26. Unsere aktuellen Leseempfehlungen.
Memoiren aus dem Krankenhaus. Der britische Autor Hanif Kureishi dokumentiert in seinem Memoir „Als meine Welt zerbrach“ seinen Krankenhausalltag als Gelähmter.
Kampfrufe in der Kunst. Pinochet, italienischer Faschismus und ein konservativ katholisches Elternhaus: das war die Welt der chilenischen Künstlerin Sandra Vásquez de la Horra in jungen Jahren. Ihre Ausstellung „Soy Energía“ ist im Haus der Kunst München zu sehen.
Mini ist over. Ein letztes Mal blickt Kolumnistin Barbi Marković durch Minis Augen auf die Welt.