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Hohler, Franz: Mayas Handtäschli

«Wer nicht verreisen kann, holt sich die Fremde gern ins Haus. Zum Beispiel mit einem Märchenbuch. Andere versuchen, mithilfe von Kochbüchern einen Hauch vom Orient einzufangen. So jedenfalls versucht es Maya, eine junge Frau, die in einem Büro in einer grossen grauen Stadt arbeitet und deren Nachnamen nicht mal der Briefträger richtig buchstabieren kann. Orientalische Kochbücher sind ausverkauft, stattdessen verführt ein fremd duftendes, abgeschubbertes Handtäschchen Maya zum Kauf. Eine gute Entscheidung, denn im Täschchen ist ein Spiegel, aus dem eine Frau spricht: 'Ich bin Sumaya, ich helfe dir beim Kochen!' Mehr und mehr hält das Orientalische bei Maya Einzug, bis ihr schliesslich sogar der Einstieg in diese märchenhafte Welt gelingt. Franz Hohler beweist damit, dass es sowohl auf der Höhe der Zeit als auch in der zeitlosen Welt der Märchenerzähler zu Hause ist. Bekannte Märchenmotive erhalten einen neuen Anstrich, und eine Büroangestellte wird zur Heldin. Nebenbei setzt er sich für Gleichberechtigung und gegen Fremdenfeindlichkeit ein: Maya, die den Prinzen retten wird, geht einen Weg zum Fremden, der über die Kenntnis der Alltagskultur und der Sprache des fremden Landes führt. Pädagogisch wertvoll also und dabei malerisch und sinnenreich erzählt, so dass Kinder offenen Mundes vom ersten bis zum letzten Satz lauschen.» TaZ (Die Tageszeitung)
ISBN: 7611698044905
Fr. 19.00
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