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Bonin, Elsa von: Das Leben der Renée von Catte

Elsa von Bonin stellt mit ihrem Roman von 1911 „Das Leben der Renée von Catte“ die allgegenwärtige Norm der Heterosexualität in die Kritik und mit ihr eine heteronormative Gesellschaftsordnung, in der Ehe, Familie und Reproduktion als Maßstab für ‚Normalität‘ statuiert sind. Damit hinterlässt sie einen äußerst wertvollen Beitrag aus der Literatur der Frühen Moderne, gegen Diskriminierung und für eine Gesellschaft der Akzeptanz. Eine Thematik, die auch 2017 nichts an Aktualität verloren hat.

Renée ist nicht wie andere Mädchen. Sie würde lieber ein Junge sein, denn für Jungs gelten andere, bessere Regeln. Mädchen sollen nur hübsch, möglichst still und nicht zu klug sein, damit sie für zukünftige Männer attraktiv sind. Renée will weder einen Mann heiraten noch Kinder gebären. Sie entdeckt ihre Liebe zu Frauen und will selbstbestimmt leben. Doch sie kann es nicht, weil die Gesellschaft Homosexualität verschweigt oder nur oberflächlich duldet. Die Geschlechterrollenzwänge ihrer Zeit, im wilhelminischen Deutschland um 1900, lehnt sie ab.

Elsa von Bonin stellt mit ihrem Roman "Das Leben der Renée von Catte" die allgegenwärtige Norm der Heterosexualität in die Kritik und mit ihr eine heteronormative Gesellschaftsordnung, in der Ehe, Familie und Reproduktion als Maßstab für 'Normalität' statuiert sind. Damit hinterlässt sie einen äußerst wertvollen Beitrag aus der Literatur der Frühen Moderne, gegen Diskriminierung und für eine Gesellschaft der Akzeptanz. Eine Thematik, die auch 2017 nichts an Aktualität verloren hat.

Mit einem Nachwort herausgegeben von Claudia Klank
Claudia Klank ist Doktorandin der Universität Stuttgart. Ihr Fachgebiet ist Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt Gender-Queer-Forschung. Bereits während ihres Masterstudiums erhält sie ein Stipendium (Starting Grants) für eine erste eigene Projektidee zu Forschungen im Archiv. Ihre Abschlussarbeiten zu Heteronormativität und weiblicher Homosexualität absolviert sie mit Bestnoten. Sie ist Visiting Fellow am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG), der Graduate School Gender Studies Universität Bern, in Kooperation mit den Universitäten Basel und Zürich. In ihrer Forschungsarbeit setzt sie sich mit der Korrelation von Literatur und Gesellschaft auseinander, insbesondere mit Heteronormativität, Heterosexismus, postheterosexuellen Konzepten, (Ent)Tabuisierung und Othering. Sie fordert zur Akzeptanz von LSBTTIQA ohne das Ehekonzept auf und zur Gleichberechtigung durch Auflösung der Eheprivilegien.

Verlag: Igel Verlag Seiten: 232 S. Erscheinungsjahr: 2017 Ausführung: Kartonierter Einband (Kt)

ISBN: 9783868157215
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