„Ein grandioser Roman von einem der bedeutendsten Schriftsteller unserer Zeit.“ Édouard Louis
Nominiert für den Booker-Prize 2025
Malaysia, Ende der 90er: Der sechzehnjährige Jay fährt mit seiner Familie in den Süden des Landes. Kürzlich ist der Großvater verstorben und hat ihnen Haus und Land hinterlassen. Einst eine blühende Farm, scheint der fortschreitende Verfall kaum noch aufzuhalten. Die Bäume sind krank, die Felder nach monatelanger Dürre vertrocknet. Dennoch soll Jay auf Geheiß seines Vaters zusammen mit Chuan, dem Sohn des Farmvorstehers, das Land bestellen. Oder das, was davon noch übrig ist. In der erstickenden Hitze auf den Feldern und in den Straßen der Stadt fühlt sich Jay immer mehr zu Chuan hingezogen. Doch das Erbe der Farm und die zunehmende Machtlosigkeit gegenüber der Natur und der Welt lasten schwer auf der Familie.
Tash Aw wurde als Kind malaysischer Eltern 1971 in Taiwan geboren und wuchs in Kuala Lumpur auf. Er studierte Jura in Großbritannien, veröffentlichte mehrere Romane. Dreimal wurde er für den Booker Prize nominiert. Sein Werk ist in 23 Sprachen übersetzt. Tash Aw lebt in Paris und in der Provence, er kommentiert u. a. für die New York Times sowie die BBC Kultur und Politik im südostasiatischen Raum. Zuletzt erschien bei Luchterhand das Memoir „Fremde am Pier“.